Diesmal geht es um das Thema Boden, genauer gesagt um das Verlegen von drei verschiedenen Bodenbelägen. Die Engel verlegen Laminat, Teppich, und Design-PVC auf 20 Quadratmetern in ein und demselben Raum im engeleigenen Studio. Jeder Belag wirkt wieder anders und wird natürlich auch ganz unterschiedlich verlegt. Dazu zeigen die Engel nützliche Tipps und Tricks.

Vor dem Verlegen jedes Belags muss der Boden erst exakt in Länge und Breite ausgemessen werden. Vorsicht: Oft verlaufen Wände schief, das heißt die Wandabstände verändern sich. Daher sollte man gleich an mehreren Stellen ausmessen!

Kinderleicht: Klicklaminat

Als erste Variante verlegen die Engel Klicklaminat. Diesen Boden gibt’s in den verschiedensten Ausführungen im Fachhandel und im Baumarkt. Die Engel haben sich für einen antikweißen Countrystyle entschieden; Kostenpunkt 19,95 Euro pro Quadratmeter.

Auf einem selbst konstruierten Schneidetisch aus zwei Böcken werden die Laminatdielen mit Hilfe von Winkelmesser und Stichsäge aufs richtige Maß gebracht. Dabei lassen sich ausgefranste Schnittstellen vermeiden, indem man die Dielen „verkehrt herum“, also mit der beschichteten Seite nach unten, sägt. Das Ergebnis ist überzeugend. Die Kanten werden mit dieser Schnitttechnik so glatt wie beim Profi!

Als Untergrund für Laminat wird eine Trittschalldämmung ausgelegt. Sie dient als Geräuschdämpfer. Trittschalldämmungen gibt es in verschiedenen Materialien. Die Engel haben sich für Schaumstoff von der Rolle entschieden. Der lässt sich einfach in Bahnen ausrollen und mit dem Teppichmesser zurechtschneiden.

Auf der Trittschalldämmung verlegen die Engel das Klicklaminat nun „schwimmend“, das heißt, ohne es zu verleimen oder zu verkleben, sondern einfach, indem sie Nut und Feder fest ineinander führen. Via Klicksystem entsteht so Diele um Diele und Reihe um Reihe ein optisch wirkungsvoller Bodenbelag.

An Stellen, an denen die Dielenreihen schwer zusammenzuführen sind, kann mit Zugeisen oder Schlagkralle nachgeholfen werden. Allerdings ist Vorsicht geboten, damit die Dielenkanten hierbei nicht durch das Werkzeug beschädigt werden.

Ist der gesamte Raum mit Laminat ausgelegt, fehlen nur noch die Fußleisten. Auch diese gibt’s im Baumarkt in entsprechender Optik als Meterware. An den Raumecken müssen die Leisten auf Gehrung gesägt werden und sind dann mit Nägeln leicht und schnell angebracht.

 

In kurzer Zeit haben die Engel den robusten und pflegeleichten Laminatboden verlegt. Er gibt dem Raum eine schöne Basis, und je nach Einrichtung kann die Raumatmosphäre von edel-extravagant bis poppig-modern variieren. Die Engel stellen diese Wandelbarkeit eindrucksvoll unter Beweis. Sie statten den Raum bei gleich bleibender Einrichtung mal mit einem Lederteppich, mal mit einem Neuseelandteppich und mit wechselnder Dekoration aus. Immer ergibt sich ein völlig anderes Bild.


Der Klassiker: Teppichboden

Wer sich schon mal im Verlegen von Teppichboden versucht hat, weiß: Diese Aktionen arten oft in ein mühsames und chaotisches Unterfangen aus, meist mit mäßigem Ergebnis. Die Engel zeigen, dass - gewusst wie – Teppich einfach, schnell, und vor allem faltenfrei zu verlegen ist. Sie nehmen Teppich von der Rolle. Dieser wird erst mal im Raum ausgelegt und mit großzügigem Rand grob zugeschnitten. Der Boden soll während des gesamten Arbeitsprozesses immer jeweils in der einen oder anderen Raumhälfte bearbeitet werden. Dafür ziehen die Engel an einer Wand beide Ecken des grob zugeschnittenen Teppichs zu einer Dreiecksfalte in der Raummitte zusammen.


Das Ganze sieht jetzt ein bisschen aus wie ein Briefumschlag. Den muss man jetzt nur noch „zukleben“, also das Teppich-Dreieck über den restlichen Teppich klappen. Jetzt ist die Hälfte des Raumes frei gelegt und es kann an die Vorbereitung des Untergrundes gehen.

Statt Kleister wird ein Haftgitter auf den Boden fixiert. Es funktioniert wie Doppelklebeband, allerdings mit einer klebenden und einer haftenden Seite mit Klettsystem. Man bringt es am besten zu zweit und in Bahnen auf. Die Engel machen es vor: Eine Person legt die klebende Seite des Haftgitters am Boden an und zieht die Schutzfolie ab, und die andere streicht mit Schrubber oder Besen die Oberseite glatt. So werden Blasen vermieden.

 

Die Vliesunterseite des Teppichbodens haftet auf der Oberfläche des Gitters. Beim Auflegen des Teppichs sollte man in der Raummitte beginnen und den Belag mit den Händen zu den Seiten hin glatt streichen. Ist der Teppich in der ersten Raumhälfte verklettet, so wird anschließend derselbe Vorgang im übrigen Raum wiederholt. Diese Systematik vermeidet wildes „Hin und Her“. Außerdem kann der Teppich so später keine Falten werfen.

Liegt der Teppich, können die Engel mit einem Teppichhakenmesser einen sauberen Rand schneiden. Ein gewöhnliches Teppichmesser eignet sich übrigens nicht für den optimalen Schnitt. Hakenklingen, wie sie die Engel verwenden, gibt’s günstig im Baumarkt und lassen sich in ein Teppichmesser einfügen.


Beim Schneiden sollte man das Teppichhakenmesser im 45°-Winkel ansetzen. Am besten, man positioniert sich wie Engel Katrin: in einer Linie in Verlängerung der Schnittkante, nicht seitlich! Nur so wird der Schnitt schön gerade, und man verirrt sich nicht nach rechts oder links. So verlegter Teppichboden lässt sich bei Renovierung oder Umzug einfach und problemlos entfernen, da er ja nur vom Klettband abgezogen werden muss.

Für den Wandabschluss gibt’s im Baumarkt Teppichsockelleisten. Die sind aus Kunststoff und haben vorne eine Fläche, die mit Klebeband versehen ist. Die Engel fixieren die Leisten ganz einfach mit einem elektrischen Tacker oder Nägeln an der Wand und ziehen die Schutzfolie ab.

 

Auf dem Klebeband befestigen sie anschließend Streifen, die sie aus Resten des im Raum verlegten Teppichs geschnitten haben. So sind Wandabschluss und Boden einheitlich.

Zur kinderleichten und mühelosen Reinigung haben die Engel einen Staubsauger entdeckt, der eine Art Fernbedienung zur Regulierung der Saugstärke im Griff integriert hat. Man muss sich also noch nicht mal mehr bücken! Und ist alles gesäubert, lässt es sich wirklich nirgends besser auf dem Boden liegen als auf kuscheligem Teppichboden!


Exclusiv: Design-PVC

Die Auswahl des Bodens haben die Engel selbst getroffen. Fürs Verlegen aber holen sie sich einen Fachmann zur Hilfe: Michael Schmitz. Ihm wollen die Engel ganz genau über die Schulter schauen.

Auch Michael nutzt Haftgitter zum Verkletten, statt den PVC zu verkleben. Der Untergrund muss hundertprozentig eben sein, ganz ohne Abweichungen. Das macht es so kniffelig für den Laien, diesen Belag selbst zu verlegen, aber nur so kann der Design-PVC perfekt sitzen.

 

Die einzelnen Stücke des PVC-Bodens, die fast wie Holzplanken aussehen, legt Michael im Versatz. Das ist jedoch letztlich reine Geschmackssache. Es gibt alternativ noch zahlreiche andere Verlegtechniken. Reihe um Reihe geht es voran, und da Michael keine Engelsflügel hat, darf er sich immer nur auf dem bereits verlegten Boden vorwärts bewegen.

Auch hier gibt’s einen schönen Abschluss und Übergang zur Wand hin. Die gleiche Sockelleiste wie die vom Wandabschluss für den Teppichboden wurde hier statt mit Teppichstreifen mit Resten des Design-PVC beklebt.


Design-PVC ist leicht zu reinigen und kann auch auf Fußbodenheizung verlegt werden. Es gibt ihn im Fachhandel je nach Design als Fliesen oder Planken für 26,90 Euro pro Quadratmeter und in überraschend vielen Varianten von Naturstein bis Schieferoptik. Ob in Bad oder Küche, es kann jeder Boden mit Design-PVC belegt werden. Der PVC in Bambusoptik gibt dem Raum eine besonders exklusive Note. Dazu passend macht sich ein entsprechend edles Möbelstück gut, wie beispielsweise die von den Engeln gewählte Couchgarnitur aus brauner Microfaser.

Zu guter Letzt wird der Raum mit Dekoelementen wie Bildern, Vasen und Kissen ausgeschmückt, und schon ist auch hier eine stilvolle, atmosphärische Wohnstimmung entstanden.

 



So locker und so leicht: Die Engel gestaltenim Handumdrehen.


Höllisch ...

... Himmlisch!

Höllisch ...

... Himmlisch!

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