Andreas und seine Freundin Anne wohnen schon seit längerem in ihrem eigenen Haus. Leider haben die beiden weder Zeit, Ideen, noch das nötige Kleingeld, ihr aus den 70er Jahren stammendes und nicht mehr sehr ansehnliches Treppenhaus umzubauen. Hinzu kommt, dass sich der Herr des Hauses kürzlich einen Bandscheibenvorfall zugezogen hat und daher nicht selbst zur Tat schreiten kann. Und das für die nächsten paar Wochen. Das einzige, was er vorher noch geschafft hat, ist, die Elektrik für diverse Lampen zu installieren, denn Andreas ist gelernter Elektriker. Ganz klar, ein Fall für die Wohnengel!


Musikalische Planung

Die einzigen Vorgaben von Andreas und Anne sind, den Raum in hellen Farben zu gestalten und Andreas Schätze, seine Gitarren, an der Wand anzubringen. Den Rest überlassen sie getrost den Engeln. Denen rauchen auch schon die Köpfe, denn bei so einem Treppenhaus kommt man auf viele verrückte, aber auch schöne Ideen.

Zu den Überlegungen von Katrin und Kerstin gehört es, den ganzen Raum in zwei verschiedenen Orangetönen zu gestalten. Sei es der neue Teppich oder Wände und Decke…; selbst bei den beiden silbernen Aluminiumschränken kommt die Farbe Orange in den Seitenwänden vor. Der Raum soll hell erstrahlen, Modernes mit einem Touch Retro verbinden.

Auch bei der Beleuchtung haben sich die Engel etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Drei verschiedene Systeme werden im Raum für das nötige Licht sorgen.


Spachteln und Tapezieren des Treppenhauses

Zunächst schaben die Engel mit einem kurzen, sehr robusten Spachtel den rauen Putz von den Wänden in der ersten Etage ab. Denn auf dem Putz hält die Tapete nicht. An manchen Stellen bedarf es einer weiteren Vorbereitung. Um die Wände zu glätten, rühren die Engel nach Anleitung eine Gips-Spachtelmasse an und verstreichen sie mit einem Federspachtel auf den Wänden.

Um nicht zu viele oder zu wenige Tapetenrollen zu kaufen, achten Katrin und Kerstin auf die beiliegende Gebrauchsanweisung. Dort sind Tipps zum Kauf der richtigen Menge an Tapeten vermerkt. Nach dem Einkaufen beginnen die beiden mit dem Tapezieren. Die Engel haben sich für zwei Vliestapeten, pro Rolle ca. 20 Euro, mit Waffelstruktur entschieden.

Beim Einkleistern der einzelnen Tapetenbahnen vermeiden die Engel Durchzug und übermäßiges Heizen, denn das lässt den Kleister schneller trocknen, und die Tapete wellt sich. Außerdem achten sie darauf, immer von innen nach außen zu kleistern. So wird auch das letzte trockene Stück Tapete bestrichen und der Kleister gleichmäßig verteilt.

Tapeziert wird die Vliestapete bis knapp über den Boden. Dafür verwenden die Engel die hellorange Vliestapete. Durch die dunkelorange Tapete am unteren Teil der Wände schaffen sie optisch eine Art „Wegweiser“, der in die erste Etage führt.

Abreißen, Verlegen und Sanieren – das Treppenhaus nimmt Gestalt an

Ohne dass der Bodenbelag aus PVC aus dem Eingangsbereich sowie auf der Treppe verschwindet, kann kein Teppich verlegt werden, denn auf dem PVC klebt der Filzrücken des Teppichs nicht. Also mobilisieren die Engel all ihre Kräfte und reißen den aufgeklebten PVC-Boden raus. Dann können die Teppicharbeiten endlich losgehen. Voller Tatendrang stürzen Katrin und Kerstin sich auf den aus Schlingen gewebten Teppich - Kostenfaktor 6 Euro pro Quadratmeter - in zwei unterschiedlichen Orangetönen, der die Farben der Tapeten wieder aufnimmt.

Zunächst rühren die Engel einen speziellen Teppichkleber an. Dieser hält auf allen Untergründen und ist mit Wasser und Seife abwaschbar. Dann geht’s ans Verlegen. Der Teppich wird in Einzelteilen zurechtgeschnitten.

Damit der Teppich an den Kanten nicht ausfranst, befestigen die Wohnengel dort silberne Alutrittkanten. Die integrieren sich gut in das orange Treppenhaus und bringen gleichzeitig etwas Modernes in den Raum, das hervorragend zu den neuen Schränken passt.

Aufbau der Schranksysteme

Um weitere moderne Stilelemente einzubauen, haben die Engel nämlich zwei Schränke aus Aluminium mitgebracht. Ein offener Schuhschrank wird in der ersten Etage aufgebaut, ein Kleiderschrank im Eingangsbereich. Das silberne Stangengerüst wird zusammengesteckt und verschraubt. Ist das Gerüst aufgebaut, schieben die Engel die Wände in die dafür vorgesehenen Kerben. Dabei sind die Seitenwände bzw. der Abschluss nach oben aus zum Farbthema passendem, orange lackiertem Plexiglas. Die Rückwand ist aus Holz.


Licht setzen und Gitarren aufhängen

Die Kabel sind verlegt, die Lampen können kommen. Beim Lichtkonzept achten die Engel natürlich auch darauf, ihrer Linie treu zu bleiben. Sie haben Wand- bzw. Decken- und Bodenleuchten ausgewählt, die dem Motto des Treppenhauses gerecht werden: Modernes mit Retro zu verbinden.

Den Einbau überlassen die Engel getrost dem Elektriker Michael Näckel, denn der „hauseigene“ ist ja leider lahm gelegt. Schnell sind alle Lampen verkabelt und eingebaut. Das Einstellen der Lichter ist aber wieder Sache der Wohnengel. Denn die Leuchten können entweder den gesamten Raum erhellen oder nur gezielte Bereiche. Dabei spielt die Optik und das dekorative Element eine große Rolle, und die „Inszenierung“ des Treppenhauses lassen sich Katrin und Kerstin natürlich nicht nehmen.

Um das Licht richtig zu setzen, müssen die Engel erst einmal Andreas’ Schätze an die Wand anbringen. Daher schrauben sie Gitarrenhalter - zu kaufen für 5,60 Euro das Stück - an, hängen die Gitarren ein und befestigen sie am Rumpf mit Haken und einem Stück Draht. Dann richten sie die Leuchten so ein, dass die Musikinstrumente ins richtige Licht gerückt werden.

Zu guter Letzt folgt das Ausdekorieren des Raumes. Die ausgewählte Dekoration von Katrin und Kerstin macht den Retro-Look des Treppenhauses komplett.



So locker und so leicht: Die Engel gestaltenim Handumdrehen.


Höllisch ...

... Himmlisch!

Höllisch ...

... Himmlisch!


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