Hannelore kann ihr altes Badezimmer nicht mehr sehen. Sie wünscht sich eine Totalveränderung. Am liebsten in einem asiatischen Touch. Doch vor allem will sie eine Dusche, wenn es mal schnell gehen soll. Ihre baufälligen Sanitäranlagen und ihre veralteten Fliesen müssen unbedingt raus. Da sie schon lange den Wunsch nach einem neuen Badezimmer hat, hat Hannelore recht früh damit begonnen, Angebote zu horten – damit hat sie sich im Vorfeld schon eine Menge Geld gespart. Doch eingebaut hat sie noch nichts. Denn damit Wanne, WC und Dusche in ihren kleinen Raum passen, musste die Tür ca. 40 cm nach rechts verschoben werden. Da verlor Hannelore den Mut, ihren Wunsch wahr werden zu lassen. Also bat sie die Engel um Unterstützung, und die wollen den Wunsch endlich in Erfüllung gehen lassen.

Planung

Nachdem Katrin und Kerstin das Badezimmer besichtigt haben, wird den beiden eins klar: Hier ist noch viel zu tun! Zunächst erstellen die Engel in Absprache mit dem Installateur einen Plan, der zeigt, wie das neue Badezimmeraussehen soll. Dieser sieht eine komplette Neuverteilung der Sanitärelemente vor. Zusätzlich zur Akrylbadewanne und zum WC soll noch eine Dusche installiert werden. Die Wanne wird durch einen Wandvorbau umrahmt, wodurch sich Leitungen, aber auch der Spülkasten der Toilette verbergen lassen. In einen Hohlraum in der neuen Wand wollen die Engel noch eine Nische für Badutensilien einbauen. Schließlich müssen in dem kleinen Raum genügend Staumöglichkeiten vorhanden sein.

Den größten Teil des Badezimmers wollen Katrin und Kerstin fliesen. Dabei sollen die
verschiedenen Bereiche, wie Dusche und Badewanne, durch unterschiedliche Farben
hervorgehoben werden. Der Boden soll mit großen grauen Fliesen bestückt werden. Auf den Duschboden kommen kleine Mosaikfliesen in derselben Farbe. Um eine Akzentfarbe in den Raum einzubringen, haben die Engel für die Wand im Inneren der Dusche sandfarbene Natursteinplatten vorgesehen – die sind nicht nur sehr pflegeleicht, sondern sehen auch toll aus. Um die Badewanne herum kommen kleine weiße Mosaikfliesen an die Wände. Auch die neu gewonnenen Nischen werden damit ausgestattet.

Die Fliesen bilden einen Kontrast zum dunklen Boden und schaffen ein besonders elegantes Flair im Raum. Oberhalb der weißen Mosaikfliesen und der Dusche sowie gegenüber der Badewanne werden die Wände verputzt. Und die Decke aus dunklem Holz soll einen neuen hellen Anstrich erhalten.

Gegenüber der Wanne haben die Wohnengel das Waschbecken vorgesehen. Das Becken wird in eine extra dafür angefertigte Holzplatte eingebaut. Die Holzplatte wird durch zwei Unterschränke getragen, die wiederum auf einem Podest stehen, das die gesamte Last trägt.

Nachdem die Engel mit einem Installateur den Plan auf seine Realisierbarkeit geprüft und die Zustimmung dazu erhalten haben, stellen sie Hannelore ihren Entwurf vor. Die ist so begeistert, dass sie es gar nicht mehr abwarten kann, ihr neues Badezimmer zu sehen.

Raus mit den alten Fliesen und den Sanitäranlagen

Zunächst schlagen die Engel mit Hammer und Meißel die braunen Fliesen von den Wänden. Doch nach mehrmaligen Überfliesen aus vergangenen Zeiten ist das gar nicht so einfach. Schließlich gelingt es den beiden doch, und die Sanitärelemente können demontiert werden. An dieser Stelle verabschieden sich die Engel für eine Weile, denn das ist eher was für den Fachmann. Schließlich gilt es nicht nur, ein paar Schrauben zu entfernen. Vorher müssen die Wasserleitung zugedreht und die offen liegenden Rohre wegen unangenehmer Gerüche mit Gummidichtungen versiegelt werden.

Rohre und Leitungen clever versteckt

Dort, wo später die Akrylbadewanne aufgestellt werden soll, haben die Engel einen
Wandvorbau mit einem dahinter liegenden, 20 cm tiefen Hohlraum geplant, der sogar bis zum WC ausgebaut wird. Das Praktische an dieser Wand ist, dass sich hinter ihr Wasserleitungen, Abflussrohre sowie Elektrokabel und sogar der Spülkasten vom WC verbergen lassen. Somit spart man es sich, die Wand aufzustemmen und dort diverse Leitungen zu verlegen.

Die vorgezogene Wand besteht aus vielen einzelnen Aluminiumstangen, die alle bei Bedarf verkürzt werden können. Ein Installateur baut das Gerüst auf. Dabei schiebt er die einzelnen Stangen ineinander und verschraubt sie anschließend.

Auf das Aluminiumgerüst montiert er Gipskartonplatten, und zwar über und neben die Badewanne. Zusätzlich schafft er noch zwei weitere Staumöglichkeiten, indem er am Kopf sowie seitlich der Badewanne zwei rechteckige Löcher ausschneidet und sie ebenfalls nach innen hin mit Gipswänden ausbaut. In diesen Nischen lassen sich hinterher Badutensilien unterbringen. Das Praktische: Die Sachen sind genau da, wo man sie braucht!

Bevor der Installateur die Badewanne einsetzt, verbindet er die mit einer wasserundurchlässigen Gummischicht überzogenen Rohre mit den Abflüssen. Erst dann wird der Hohlraum komplett geschlossen.

Das neue Bad nimmt Formen an

Bevor das Bad gefliest wird, werden die Sanitäranlagen gesetzt. Die Akrylbadewanne (ca. 460 Euro) wird an ihren Füßen mittels einer Wasserwaage ausgerichtet und anschließend an speziellen Wannenhaltern, die der Installateur an den Aluminiumstangen montiert hat, befestigt. Danach wird als weiteres Stützelement ein aus Gasporenbeton bestehender Vorbau gebaut, der zugleich die Wannenunterseite sowie die Wasserleitungen verdeckt.

Auch die Toilette muss vor dem Fliesen installiert und an den Abfluss angeschlossen sein. Es wäre nämlich aufwändiger, das WC auf die Fliesen zu setzen, als um sie herum zu fliesen.

Die sehr niedrige Duschtasse (Kostenfaktor: ca. 600 Euro) hat, um Überschwemmungen zu vermeiden, ein Gefälle von ein bis zwei Grad zum Abfluss hin. Sie soll auf einem 25 cm hohen Podest gebaut werden. Dafür nimmt der Installateur Styropor. Es ist zum einen kostengünstig, zum anderen kann man es der Form der Tasse sehr gut angleichen. Der Handwerker bestreicht die Stelle des Bodens, auf der die Duschtasse aufgebaut werden soll, mit Kleber. Nachdem das Styropor auf die beklebte Fläche gedrückt ist, wird die Duschtasse gesetzt.

Die Fliesen werden verlegt

Zunächst wird ein Armierungsgewebe auf die Gipskartonplatten geklebt. Das Gewebe soll den Wandvorbau bei Nässe stabilisieren. Als weitere Vorsichtsmaßnahme wird
auf die Armierung ein Putz aufgetragen, der die Nässe von der Wand fern halten soll. Erst darauf können die kleinen weißen Mosaikfliesen gesetzt werden.

Da es sehr viel Zeit in Anspruch nehmen würde, jedes einzelne Mosaiksteinchen auf die Wand zu kleben, hat der Fliesenleger Mosaikfliesen auf Matten mitgebracht: Die Fliesen werden durch ein Netz auf der Rückseite zusammengehalten. Der Quadratmeter Matten kostet ungefähr 20 Euro.

Nun verlegt der Handwerker die großen sowie die dunklen kleinen Mosaikfliesen. Der Boden und der aus Gasporenbeton bestehende Wannenvorbau werden ausschließlich mit den großen Fliesen belegt. Nur das Podest samt Duschtasse wird mit den dunklen Fliesenmatten gefliest. Anschließend wird alles verfugt. Da weiße Fugenmasse zwischen den dunklen Fliesen etwas sonderbar aussieht, nimmt der Handwerker dunkle. Die gibts auch im Baumarkt. Sie passt sich der Farbe der Fliesen an. Bei den hellen Fliesen verfugt der Handwerker entsprechend mit hellem Material.

An der Wand über der Duschtasse wünscht sich Hannelore sandsteinfarbene Natursteine. Hier wird jeder 500 Gramm schwere Stein (Kostenpunkt 5,10 Euro pro
Stück) einzeln angebracht. Dafür wird der Mittelstein an die Wand gedübelt – damit dient er als Fixpunkt und Stabilisator. Die restlichen Steine werden mit einer großen Menge Zementmörtel bestrichen. Mehr wird nicht zum befestigen benötigt.

Dort, wo die Duschbrause samt Wasserhahn angebracht werden soll, setzt der Fliesenleger zwei schon speziell mit Löchern präparierte Natursteine. Denn würde man versuchen, Löcher für die Duscharmatur in die schon befestigten Steine zu bohren, würden diese auseinander brechen.

Zum Schluss trägt der Handwerker auf die nicht gefliesten Wände einen feinen Strukturputz auf. Mit einem Spachtel beginnt er, den Putz zu modellieren. Dabei achtet
er darauf, die Masse sehr fein zu verwischen. Dieser edle Look passt sehr gut in das asiatische Flair des Raumes.

Während der Fliesenleger den Strukturputz aufträgt, geben sich Katrin und Kerstin die Ehre und kümmern sich um die Decke des Bades. Dazu müssen die dunklen Paneelen angelaugt werden. Nach dem Trocknen lackieren die Engel das Holz zweimal in einer neuen, diesmal weißen, Farbe, denn das dunkle Holz soll sich nicht von den übrigen hellen Farben abheben. Zudem wirkt eine dunkle Decke in einem hellen Raum sehr drückend.

Letzter Schliff an den Sanitärelementen

Erst, wenn alles fertig verfliest ist, kann die Duschabtrennung aufgebaut werden. Denn die acht Millimeter dicken Glaswände sollen zum einen auf die beflieste Duschtasse, zum anderen auf die Badewanne mit ihrer Mosaik bestückten Wand gesetzt werden. Die Wasser und Kalk abweisenden Scheiben sind durchsichtig und obendrein rahmenlos. So entsteht keine optische Barriere, die den Raum noch kleiner wirken lassen würde.

Mit Hilfe der Wasserwaage setzt der Fachmann die erste Glasscheibe genau auf den Rand der Wanne. Dann befestigt er die zweite auf der Duschtasse und setzt beide Scheiben so nah aneinander, dass er ohne Probleme die Fuge mit Silikon abdichten kann. Die dritte Seite lässt er offen, denn das entspricht Hannelores Vorstellungen. Nun dichtet er auch noch die anderen Fugen mit Silikon ab. Anschließend montiert der Handwerker noch die Duscharmatur, und fertig ist die Dusche!

Beim Waschbecken helfen die Engel wieder fleißig mit. Eine freistehende Waschschüssel lässt viel Raum für eigene Gestaltungsideen und ist eigens dafür kreiert worden. Zunächst stellen die Engel die selbst entworfene Trägerkonstruktion auf. Auf deren Ende setzen Katrin und Kerstin jeweils einen Unterschrank für Handtücher. Die Mitte bleibt frei und dient als Stauraum. Auf die beiden Schränke legen die Engel eine Holzplatte, die wie die Trägerkonstruktion bündig an den Wänden anliegt. Nun setzt der Installateur die weiße Waschschale aus Keramik in das schon vorgefertigte Loch in der oberen Holzplatte und schließt es an das Abflussrohr an.

Bei den puristisch gehaltenen Wasserhähnen bedarf es weiterer Vorarbeiten. An die Wand mit den Chromhähnen soll eine Holzplatte angebracht werden, die mit ihren Maßen mit denen der Holzplatte auf den Unterschränken übereinstimmt. Doch zunächst muss der Installateur noch Löcher für die Rohre in das Holz bohren. Sind die Vorarbeiten abgeschlossen, befestigen die Engel mit dem Installateur die Holzplatte an der Wand. Ein über den Waschtisch angebrachter Spiegel – ebenfalls in schlichter Eleganz gehalten – bildet das i-Tüpfelchen der komplett neuen Waschtischeinrichtung. Ein Elektriker installiert noch die schöne Deckenleuchte (Stückpreis 29,95 Euro). Das Bad erstrahlt in neuem Glanz.

Hannelores Wunsch ist wahr geworden

Bevor die Engel den Raum seinen letzten Schliff verpassen, hängen sie noch eine Schiebetür ein. Hannelore hatte sich ganz bewusst für diese Art von Tür entschieden. Wie sich hinterher herausstellte, war das eine gute Idee, denn für eine schwenkbare Tür wäre zu wenig Platz gewesen.

Nun geht es ans Ausdekorieren. Mit viel Liebe wollen die Engel dem asiatischen Thema gerecht werden. Ob Orchideen oder rote Kerzen, Teelichter in den Nischen oder dunkle Holzschalen mit Rosenblättern, alles passt sehr gut in das Gesamtbild.

Nachdem die Engel fertig dekoriert haben, bitten sie Hannelore, in ihr neues Badezimmer einzutreten.
Die kann es gar nicht fassen, wie schön es geworden ist. Hannelore ist überglücklich und wird wohl sehr viel Freude an ihrem Schmuckstück haben. Das war es wert: Für die zweiwöchigen Umbauarbeiten des sechs Quadratmeter großen Bades, die eine komplette ‚Uminstallation’ der Sanitäranlagen beinhalten, sind Handwerkerkosten von ca. 7.500 Euro angefallen.



So locker und so leicht: Die Engel gestaltenim Handumdrehen.


Höllisch ...

... Himmlisch!

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... Himmlisch!

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