Ein Carport lässt den geliebten PKW nicht im Regen stehen und schützt ebenfalls vor anderen himmlischen Niederschlägen wie Hagel, Schnee, direkter Sonneneinstrahlung oder Vogelkot. Doch nicht alles, was von oben kommt, ist schädlich für das Auto - die Wohnengel Katrin und Kerstin haben verschiedene Carports genauer unter die Lupe genommen und begleiten Rainer bei seinem Carportbau. Mit den Engeln hat sich auch Herr Schelske, Geschäftsführer eines renommierten deutschen Carport-Anbieters, vor Ort eingefunden und gibt fachkundige Auskunft auf alle Fragen zum Carport und seinem Bau. Es empfiehlt sich immer, die Planung einem Carport-Anbieter zu überlassen, für den Bau sind dann die handwerklichen Fähigkeiten des künftigen Carport-Besitzers entscheidend. Als begabter Handwerker lässt sich Rainer einen fertigen Bausatz nebst Anleitung ans Haus liefern.

Mit ein paar helfenden Händen und dem himmlischem Beistand der Wohnengel erledigt Rainer dann den Bau in Eigenregie. Natürlich kann man die Aufbauarbeit auch komplett in die Hände des Fachmanns legen, der den Carport schlüsselfertig übergibt. In diesem Fall muss man für die Montage je nach Modell mit Kosten ab 300 Euro rechnen.

Voraussetzungen zum Einbau eines Carports

Vor der Anschaffung eines Carports sind natürlich eine Menge Fragen zu klären. Während in einigen Bundesländern ein Bauantrag gestellt werden muss, ist das in anderen Bundesländern nicht nötig. Auskunft hierüber gibt das lokale Bauamt. Rainer zum Beispiel muss lediglich sein Vorhaben an die Bauaufsicht melden.

Rainers Wahl der Firma ist an die Maße seines Carports geknüpft, denn er wünscht sich eine vom Standard abweichende Breite. Bei ihm liefert die Firma die von ihm geforderten gekürzten Einzelteile ohne Aufpreis. Hier sollte man sich erst bei dem ausgewählten Carport-Hersteller informieren, ob er diesen Service kostenlos anbietet. Die Standardbreite ist drei Meter, die gewünschte Länge und Breite des Carports beträgt aber 5 x 2,6 Meter und soll auf nur vier statt der üblichen sechs Pfosten stehen. Insgesamt nimmt der neue Carport nur eine Fläche von ca. 13 qm der Auffahrt in Anspruch. Bei der Frage nach der Größe des Carports hilft der Fahrzeugschein, in dem die Abmessungen des Wagens, der unter dem Carport Schutz finden soll, festgehalten sind.


Die Engel vor Ort bei einem Carportbau

Rainer hat sich für einen Carport-Unterbau aus einem druckimprägnierten Kiefernholz entschieden. Herr Schelske rät, dass bei allen Holzmodellen die Bauteile zugeschnitten, gehobelt und druckimprägniert sein sollen. Dass die Befestigungselemente gleich mitgeliefert werden, verstehe sich von selbst. Das flache Dach ist in einem transparenten Wellenprofil aus PVC. Hierbei handelt es sich um eins der günstigsten Modelle, die schon für rund 750 Euro zu haben sind. Vor dem Aufbau bestreicht Rainer die Pfosten und Blenden mit weißem Haftgrund – das passt optisch besser zu seinem Haus und schützt das nicht UV-beständige Holz vor dem Ausgrauen.

Für die Fundamente werden auf der Auffahrt vier Löcher für die Pfosten ausgehoben. Um die Stabilität des Grundes zu gewährleisten, wird auf den Boden der Löcher jeweils ein Stein gelegt, auf dem später der Pfosten zu stehen kommt.

Bevor die Pfosten aufgestellt werden können, muss jeweils ein vorderer und hinterer Pfosten mit einem Unterzug verbunden werden. Im Abstand von der vorderen Lochmitte zur hinteren Lochmitte werden die Pfosten an diese Längsverstrebung (Unterzug) angebracht. Hierbei ist auch die Hilfe unserer Wohnengel gefragt, die kräftig mit anpacken. Nun können die Pfosten auf beiden Seiten in die Löcher aufgestellt werden. Die Löcher werden mit Kies aus dem Baustoffhandel gefüllt und bieten den Pfosten einen stabileren Halt, als es z.B. Beton täte. Stehen dann die vier Pfosten – mit den Unterzügen verbunden – können die Sparren, auch Querverstrebungen genannt, und die beiden Kopfteile mit Hilfe von Stahlwinkeln angeschraubt werden.

An die fertige Rohkonstruktion werden Seiten- und Unterblenden aus Kiefernholz montiert. Auf den Unterzügen kann nun die Kunststoffplatte aus PVC befestigt werden. An dem Ende, an dem sich das Gefälle befindet, wird die Regenrinne angebracht, denn es ist wichtig, dass Regenwasser vom Dach abfließen kann. Nun müssen die für die Löcher ausgehobenen Pflastersteine wieder passend um die Pfosten positioniert werden, und der Carport ist innerhalb weniger Stunden fertig gestellt. Nicht nur die Engel, auch die kleine Nachbarstochter hat am Carportbau Anteil genommen und überreicht Rainer ihren selbst gebastelten Richtfestkranz, der auch gleich seinen Platz unter dem Welldach findet.

Noch mehr Carports – noch mehr Möglichkeiten

Nachdem die Wohnengel Rainers Carportbau Schritt für Schritt begleitet haben und jedes Detail kennen, interessiert es sie nun, andere Modelle kennen zu lernen. Dafür begeben sich die beiden mobilen Engel auf eine Entdeckungsreise durch die Region.

Beim Design sind den Wünschen der Bauherren keine Grenzen gesetzt. „Ob mit Pult-, Steil- oder Flachdach, ob rustikal, verspielt oder mit klaren kubischen Formen – alles ist möglich. Wer will, kann den Carport architektonisch in Kontrast zum Haus setzen“ so die Worte von Fachmann Schelske. Oder der Unterbau greift die Farben- und Formsprache des Gebäudes auf und bildet mit diesem eine Einheit – etwa indem die Eindeckung des Daches über den Carport weitergeführt wird.

Häufig werden Carports mit einem Gerätehaus oder einem Fahrradunterstand kombiniert; auch eine nachträgliche Erweiterung ist möglich. Auf diese Weise kann auch ohne viel Aufwand und mit geringen Kosten Stauraum außerhalb des Hauses geschaffen werden. Und nicht zu vergessen – der PKW ist geschützt, und Herr Schleske weiß auch, warum: „Die Luftzirkulation in einem Carport trocknet das Fahrzeug ideal und schnell.“ Dank dieser Durchlüftung bleiben Lack und Motor zu jeder Jahreszeit vor schädlichen Einflüssen geschützt, und das Rostrisiko ist minimal. In der Regel frieren die Scheiben auch bei starkem Frost nicht zu, und im Sommer bleibt unter einem Carport der Innenraum des Wagens angenehm kühl.



So locker und so leicht: Die Engel gestaltenim Handumdrehen.


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