Sandra fühlte sich einfach nicht mehr wohl in ihrem Schlafzimmer. Das alte Bett war längst mal reif für den Sperrmüll und stand unter der Dachschräge. Das Gefühl beim Schlafen war irgendwie beengt. Einziges weiteres Möbelstück war ein Regal mit Vorhängen, das den verwinkelten Raum und den Platz unter der Schräge nicht ausnutzte. Platz war verschenkt, doch Sandra hatte keine bessere Lösung parat. Außerdem war da ja noch der Wunsch, das Zimmer nicht nur zu renovieren, sondern auch um einen Arbeitsplatz zu erweitern. Für Sandra ein Fall für die Wohnengel Nicole und Katrin, die sie kurzer Hand zu Rate gezogen hat. Die passionierten Heimwerkerinnen wussten auch sofort Rat. Und nicht nur das: Sie haben nicht nur neu möbliert, sondern auch die alte Raufaser einer Schönheitskur unterzogen…

Gestaltung der Wände

Neue Möbel können nämlich noch so schön sein, sie kommen ohne eine Gestaltung der Wände oft nicht richtig zur Geltung. Deshalb sollte auch in Sandras Zimmer Farbe her. Am besten sogar gleich zwei verschiedene Farben…

Katrin und Nicole haben die Wandfläche inklusive der Schräge in ungleich große Bereiche aufgeteilt. Ein kleinerer Teil sollte braun gestrichen werden, der Hauptteil Altrosa, und zwei Bereiche sollten Streifen in beiden Farben bekommen. Die Farbgebung erinnert ein bisschen an den Look der 50er Jahre.

Um gleichmäßige Streifen zu erhalten, haben die Wohnengel die Breite jeweils abgemessen, mit einer Wasserwaage in der Senkrechten Markierungspunkte gesetzt und die Linien selbst mit Hilfe einer Schlagschnur „angezeichnet“. Dieses Utensil, das zum Beispiel Maler benutzen, bekommt man im Baumarkt für rund acht Euro. Es ist am besten zu zweit zu handhaben und funktioniert folgendermaßen: In einem Gehäuse aus Plastik befindet sich farbige Kreide und eine Schnur. (Diese Ersatzteile kann man übrigens auch einzeln nachkaufen.) Zieht man die Schnur heraus, ist sie mit Kreide bestäubt. Dann hält man sie straff an die Markierungspunkte unter der Decke und kurz über dem Boden, wobei man darauf achten muss, die Wand noch nicht damit zu berühren, damit nichts abfärbt. Anschließend zieht man die straffe Schnur mit Daumen und Zeigefinger ein Stück nach vorn und lässt los. Die Schnur schnellt gegen die Wand und hinterlässt dort eine exakte Linie.

An den Linien entlang kann man anschließend zum Streichen abkleben. Da die Wohnengel die Streifen zweifarbig gestalten wollen, haben sie jeden zweiten nach außen hin dicht abgeklebt. Noch ein Tipp: Wer ganz sicher gehen will, dass gerade bei Raufaser beim Abkleben absolut keine Farbe unter den Klebestreifen läuft, kann die Klebekanten zusätzlich mit Acryl aus der Cartouche abdichten. Das lässt sich überstreichen und sollte bei der Verarbeitung, d.h. noch beim Abziehen der Klebestreifen, feucht sein. Das gilt übrigens auch für die Farbe. Nach dem Trocknen kann dann für den Rest abgeklebt und gestrichen werden.

Möbelsystem für Stauraum und Arbeitsplatz

Sandras altes Regal nutzte die Wandfläche unter der Schräge nicht aus. Die Lösung der Wohnengel für dieses Problem bestand in einem SB-System aus mehreren, verschieden hohen Schränken, das sich variabel zusammenstellen lässt. Mit Hilfe eines Eckelementes wurden auch verwinkelte Stellen überwunden und eine Wandnische ausgenutzt. Zur Schräge hin kamen dann einfach die niedrigeren Schränke zum Zuge.

Das Schranksystem sollte sowohl Stauraum für Kleidung, als auch Arbeitsplatz sein. So wurden die äußeren Elemente mit Böden, Kleiderstangen und Rollkörben bestückt, um die Fläche im Kleiderschrank optimal zu nutzen.

Hinter den beiden mittleren Türen hielt der Arbeitsplatz Einzug. Oben bekam er zwei Regalböden, die nur halb so tief sind wie der Schrank selbst. Hier können Order und Unterlagen gelagert werden. Ein Boden in voller Schranktiefe auf Arbeitshöhe ergab die Arbeitsplatte. Darunter hat sogar noch ein Stuhl Platz, den man bei Nichtgebrauch platzsparend im Schrank verstauen kann. Und auch die Innenflächen der Türen wurden genutzt: Hier befestigten die Engel eine Zeitungsablage und eine Magnetpinnwand. Bei den Türen ist wichtig zu beachten, zur Befestigung kurze Schrauben zu nehmen, die auf keinen Fall das Holz durchstoßen können!


Beleuchtung

In Sandras Zimmer gibt es einen Deckenauslass. Um keine neuen Leitungen verlegen zu müssen, haben sich die Wohnengel dafür entschieden, diesen einen Auslass weiter zu benutzen und einfach die Leuchte gegen ein Modell auszutauschen, mit dem man die verschiedenen Bereiche des Zimmers erreicht. Das war gerade im Hinblick auf den neuen Arbeitsplatz wichtig. Die neue Leuchte aus dem Baumarkt (rund 45 Euro) hat mehrere Halogenstrahler, die sich flexibel ausrichten lassen. Doch nicht nur das: Schließlich möchte man im Schlafzimmer auch mal gemütliches, kuscheliges Licht. Und dafür sind die Lämpchen auch noch dimmbar.

Weitere Lösungen für die Schräge

Sandra wünschte sich auch ein neues Bett. Das sollte sie haben. Das neue Modell passt sich optisch in das neue Zimmer ein. Um das beengte Gefühl loszuwerden, dass Sandra in ihrem alten Bett unter der Schräge beschlich, haben die Engel die neue Schlafstätte einfach gedreht, so dass Sandra jetzt zwar mit dem Kopf unter der Schräge liegt, aber in den offenen Raum blickt. Das lässt auch die Möblierung weniger beengt wirken.

Hinter dem Bett haben die Wohnengel die Schräge optisch begradigt. Dazu haben sie für etwa 40 Euro eine große Holzplatte besorgt und zuschneiden lassen. Die Platte wurde dann noch mit farblich passender Dekofolie beklebt. Unter der Schräge brauchte sie nicht einmal befestigt zu werden, denn sie wird vom Bett eingeklemmt und so gehalten. Zwei kleine Bretter, die von hinten mit der „Wand“ aus Holz verschraubt wurden, dienen als Ablagefläche neben dem Bett.

Auch über dem Bett gibt es Lösungen. Bilder in eine Schräge zu hängen, ist nämlich kein Problem. Sie wurden einfach mit doppelseitig klebender Klettfolie an der Wand befestigt. Und das geht so:

· Ein von der Länge auf den Rahmen abgepasstes Stück Klettband wird von hinten auf den Rahmen geklebt. Die Schutzfolie für die zweite Klebeseite, die dann auf die Wand kommt, wird abgezogen.

· Mit einer Wasserwaage richtet man das Bild an der Wand aus. Hierbei muss man genau arbeiten. Klebt der Klettstreifen erstmal, lässt sich nur wenig korrigieren. Ist alles gerade, wird das Bild an die Wand gedrückt.

· Durch den Klettstreifen kann man das Bild auch vorsichtig wieder von der Wand abziehen und das Motiv im Rahmen austauschen.

Für Sandra ist der Traum vom kombinierten Schlaf- und Arbeitszimmer wahr geworden. Es stand ein Budget von etwa € 2000,- zur Verfügung. Die Gestaltung hat knapp zwei Tage gedauert, denn man muss bei den Streicharbeiten die Trockenzeiten mit einrechnen.



So locker und so leicht: Die Engel gestaltenim Handumdrehen.


Höllisch ...

... Himmlisch!

Höllisch ...

... Himmlisch!

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