Wohnwunder Wohnengel Fotogalerie

Marco ist Single. Er lebt in einer offen geschnittenen Wohnung mit ineinander übergehenden Räumen und geschmackvoll ausgewählten Möbeln. Doch wenn er eine Dame zum Candlelight-Dinner an seine Tafel bittet, will nicht so rechte Stimmung aufkommen. Das sollen die Wohnengel ändern, die Marco um Hilfe gebeten hat. Beim Besichtigungstermin stellt sich schnell heraus: Hier fehlt die Farbe, die Atmosphäre in die Einrichtung bringt.

Farbauswahl

Die dunklen, massiven Möbel, die vor den weiß verputzten Wänden wie schwarze Löcher wirken und gar nicht richtig zur Geltung kommen, geben die Richtung vor. Es muss Farbe gefunden werden, die den Hell-Dunkel-Kontrast auffängt, zum rustikalen Stil passt und die Möbel wirken lässt. Das zwischen Diele und Wohnzimmer gelegene Esszimmer, ein Raum der Geselligkeit und Lebensfreude, muss seiner Funktion entsprechend zum Leuchten gebracht werden. Das Wohnzimmer im hinteren Bereich soll dagegen Ruhe ausstrahlen und Gelegenheit zur Entspannung geben. Hier muss es folglich dezenter werden. Und in der Diele vorn, da soll es einfach luftig und einladend sein.

Rustikale Möbel, Lebensfreude, Wärme – was liegt da näher als ein südliches Flair. Die Engel Anke und Katrin zögern nicht mit ihrer Entscheidung, Marco die Toscana nach Hause zu holen. Erdige Töne, ein sonniges aber unaufdringliches Gelb und ein frisches, luftiges Grün passen genau in dieses Konzept. Beim Einkauf im Baumarkt kann sich Marco mit der Farbauswahl vertraut machen. Bisher ganz auf weiße Wände gepolt, ist er noch etwas skeptisch, vertraut aber auf das Gespür seiner DHA-geschulten Heimwerkerinnen in Sachen Wohnraumverschönerung. Was ihn fasziniert, ist die Möglichkeit, sich einen beliebigen Farbton nach Auswahl von einer Farbkarte anmischen zu lassen. Auf diese Weise entsteht das helle Lindgrün für den Flur oder das Gelb fürs Wohnzimmer.

Farbauftrag

Im Eingangsbereich wie auch im Wohnzimmer haben sich Anke und Katrin für eine Volltonfarbe entschieden. Der Putz wird dort ganz normal flächig gestrichen. Im Esszimmer darf es noch ein bisschen mehr sein. Kräftige Farbe allein, das genügt nicht. Eine Lasurtechnik, wie man sie auch in Italien bestaunen kann, soll für noch mehr Abwechselung und Lebendigkeit sorgen. Bei dieser Technik arbeitet man am besten zu zweit. Die Farben werden mit dem Quast aufgetragen und mit einer Bürste nass in nass verwischt. Das muss schnell gehen und erfordert ein bisschen Übung, ist also eher was für einen Vollprofi - wie Malermeister Michele Caggiano, Italiener aus Böblingen und Fachmann in Sachen Wandtechniken!


Auf einer Musterplatte bestimmt Michele die Farbtöne für den Terracotta-Look. Schließlich soll Marco ja mit der Wahl zufrieden sein. Okker und englisch Rot sind die Favoriten, die Michele dann als Pigmente einer Mischung aus Wasser und Lasurmittel zusetzt. Wenn sich die Mischung ein bisschen gesetzt hat, geht es ans Auftragen. Und nach etwa einer halben Stunde erstrahlt das Esszimmer in feurigen Farben.

Doch damit nicht genug. Da das zwischen Diele und Wohnzimmer gelegene Esszimmer eine niedrigere Decke hat als die angrenzenden Räume, hat Michele nach oben hin durch sorgfältiges Abkleben einen etwa drei Zentimeter breiten Streifen gelassen. Der Klebestreifen muss fest angedrückt werden, da die Lasur sehr flüssig ist und leicht darunter laufen kann.

Durch den weißen Absatz scheint die Decke zu schweben, der Raum wirkt höher und luftiger – ein Tipp, der sich generell und natürlich auch bei Dispersionsfarbe anwenden lässt. Die Übergänge zur Diele auf der einen und zum Wohnraum auf der anderen Seite hat Michele auf Wunsch der Wohnengel mit einem etwa zehn Zentimeter breiten Rahmen in der jeweiligen Farbe des angrenzenden Zimmers versehen. Nur ein Hauch und so, dass die Lasur noch durchschimmert. So wird eine optische Verbindung zu den Nachbarzimmern geschaffen.


Dekoration

Wenn alle Möbel wieder an ihrem Platz stehen, ist die Dekoration der letzte Schliff. Anke und Katrin haben sich auch hier farblich und vom Material an das Toscana-Konzept gehalten. Amphoren und dekorative Kugeln aus Ton greifen das Thema Terracotta wieder auf. Im Wohnzimmer sind zwei Bilder in Brauntönen Farbtupfer auf der Wand. Eines von ihnen hat sogar inhaltlich die Toscana zum Thema. Noch ein Teppich auf die Fliesen fürs Kuschelige und Grünpflanzen für die frische Note. Im Esszimmer verbreiten Sonnenblumen südliches Sommer-Feeling. Eine Tischdeko mit Rotwein, buntem Obst und Stoff passend zur Wandfarbe rundet das Ganze ab. Im neuen Ambiente, so sind sich die Wohnengel sicher, wird Marco von nun an nur noch romantische Candle-Light Dinners genießen!



Unglaublich aber wahr: Die Engel gestaltenim Handumdrehen.


Höllisch ...

... Himmlisch!

Höllisch ...

... Himmlisch!
   

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